Da die Arbeit des Projektes „Spring of Help“ seit der Gründung 2006 auf der Straße vor den Türen des Shelters für Straßenkinder Kids Haven stattfand, und ich 2007 bis 2008 von dort Räume für die Straßenworkshops zur Verfügung gestellt bekommen hatte, ergab sich in einem Treffen mit der Heimleitung die Idee, dass „Spring of Help“ die in Kids Haven stattfindende Outreach Bäckerei weiter unterstützen könnte.

Im Juni machten fünf der Jungendlichen aus der alten Gruppe, die 2007/2008 die Workshops auf der Straße mitgemacht hatten in dieser Backstube ihr Zertifikat, lebten aber weiterhin auf der Straße. Das bedeutet, des zwei bis viermal wöchentlich den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben wird, nach Kids Haven zu kommen und ganztägig, nach einer Dusche und dem Wechseln der Straßenkleidung in Arbeitskleidung, zu backen und sich innerhalb von vier Monaten intensiv auf die Prüfung zum sog. ‚baking certificate’ vorbereiten zu können. Begleitet werden sie von Thabo, ihrem Backlehrer in Kids Haven, zwei externen Bäckermeistern und ihren Sozialarbeitern. Diese bemühen sich auch um eine Einstellung in den in Benoni und Umgebung ansässigen Bäckereien.

Am Ende meines Aufenthaltes gab es eine Entscheidung bezüglich „Spring of Help“. Da die meisten Jugendlichen der Straßengruppe, die seit 2007 von dem Projekt profitiert haben nun in der Bäckerei von Kids Haven backen, Unterricht bekommen und nach Ablegen einer Backprüfung einen Ausbildungsnachweis haben, schien mir das die beste Lösung zu sein. „Spring of Help“ wird von Deutschland aus weiter nach Sponsoren suchen, damit die Bäckerei mit Lehrpersonal, Geräten und Backzutaten versorgt ist.

Fünfzehn bis zwanzig Jugendliche von der Straße lernen hier jede Woche und halten sich so einige Stunden von den Gefahren der Straße fern und bekommen eine reelle Chance, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Dies ist auch das Ziel des Projektes „Spring of Help“ Die letzten 200 Euro der Spenden an „Spring of Help“ wurden im Juli für Backutensilien und das Gehalt für Thabo eingesetzt.

Auszug aus dem Projektbericht von Maren Behnert, Dezember 2009